Blog: Corona-Nothilfe

Wir schreiben diesen Blog, um aktuell auf die unfassbare Notlage der Menschen in Indien aufmerksam zu machen – und wie wir helfen können.

Corona-Hilfe: Einsatz auf dem Müllberg

Ein Bericht von Gideon Jacob

Was mich in diesen Tagen sehr tief mitten ins Herz getroffen und bodenlos traurig und nachdenklich gemacht hat ist ein Müllberg, der fünf Kilometer von unserer Gemeinde entfernt ist. Sämtlicher Abfall unserer 1,8 Millionen-Einwohner-Stadt wird dorthin transportiert und deponiert. 38 Familien mit 52 Kindern leben unmittelbar am Fuße dieses Müllbergs – in genau fünf Meter Entfernung. Es gibt kein fließendes Wasser, keine Toiletten oder Waschräume, keine Beleuchtung. Der Gestank und das dreckige Umfeld können einen ‚killen', wenn man nur in die Nähe kommt. In Regenzeiten, wie gerade jetzt auch, wird alles noch unerträglicher und über so etwas wie eine Pandemie darf man gar nicht nachdenken. Trotz ihrer Armut und der erbärmlichen Lebensumstände sind diese Menschen sehr freundlich, die Kinder trotz des Schmutzes total süß. Doch ihre gesamte Situation dort auf dem Müllberg hat mich emotional richtig mitgenommen. Was für eine Gnade, dass ich nicht dort leben muss!

Ich sprach mit einer Frau, die in dieser Siedlung offensichtlich das Sagen hat und bot ihr an, dass wir dort geschlossene Toiletten und Waschräume für die Menschen bauen könnten, wenn ein Grundstück in der Nähe angeboten würde. Momentan arbeiten alle Kinder (!) und Erwachsenen an die 12 Stunden pro Tag in dieser Mülldeponie. Gehalt gibt es nicht, obwohl der Müllberg ja zur Stadtreinigung gehört. Sie dürfen lediglich Sachen, die noch zu gebrauchen sind sowie recycelbare Stoffe wie Plastik, Stoff, Metall etc. aus dem Müll sammeln und verkaufen. Die Frau erzählte mir, dass man damit auf einen Tagesverdienst von drei Euro kommt. Als ich sie fragte, wohin sie zum Duschen oder auf die Toilette gingen, zeigte sie auf den Müllberg: „Das ist unser Lebensort für alles. Hier werden unsere Kinder geboren, hier werden wir auch beerdigt."

Jedes ihrer Worte und auch der anderen Menschen dort waren wie ein Stachel in meinem Herzen. Wir haben dort Lebensmittelpakete verteilt, dann auch Kleidung für die jüngeren Kinder. Heute, während ihr diesen Newsletter lest, bekommen alle Kinder noch einmal zusätzlich Essen und auch die älteren Kinder neue Kleidung. Aber trotz aller Hilfe, die wir geben können, sind ihre Lebensumstände unerträglich anzusehen. „Arme Menschen haben keinerlei Privatsphäre", sagte mir einmal jemand – und dies ist wohl ein weiterer Beweis dafür. Die Hütten dieser Menschen sind unbeschreiblich schmutzig, eng, dunkel, stinkig, nass und ohne Ventilatoren.

Als ich dort abfuhr, winkten die Menschen uns sehr freundlich und mit einem dankbaren Lächeln hinterher – Gesichter, die man nicht so schnell wieder vergisst! Natürlich haben wir diese Familien in unsere Gemeinde eingeladen. Wir von der Gemeinde in Trichy waren in diesen Tagen euer verlängerter Arm. Ohne euch wäre diese Hilfe gar nicht so schnell und leicht möglich gewesen; und so wird es auch in Zukunft sein. Die Szenen, die ich an diesem Tag in mein Herz aufgenommen habe, werden mich für immer prägen und verfolgen. Bis wir Lösungen für diese Menschen gefunden haben, werde ich auch nicht ruhig bleiben können! Wir beten, dass Gott uns dabei hilft!

In der Liebe Jesu verbunden,
euer Gideon Jacob

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