Christenverfolgung in Orissa
Aktuell Herbst 2010: Bau eines Witwen- und Waisenheimes
Unser Witwen- und Waisenheim für die Hinterbliebenen der getöteten Pastoren musste schon zweimal umziehen. Noch immer suchen wir nach einer dauerhaften Lösung, die auch Sicherheit vor Übergriffen bietet. Wir sind sehr dankbar für eine große Spende für einen Land- und Hauskauf, benötigen aber mindestens weitere 50.000 Euro, um das Projekt realisieren zu können!
Noch immer benötigen wir weitere Patenschaften für Kinder und Witwen im Heim sowie für Pastorenfamilien, die weiterhin in Orissa arbeiten und Gemeinden gründen und betreuen möchten.
Mit 30 Euro im Monat kann ein Kind betreut und zur Schule geschickt werden, mit 60 Euro im Monat wird eine Witwe versorgt (einige sind als Mitarbeiterinnen im Heim) und mit 100 Euro im Monat kann eine ganze Pastorenfamilie ihre Grundsicherung erhalten! Patenschaften können auch zeitlich begrenzt oder mit Teilbeträgen abgeschlossen werden. Wir sind dankbar für jeden regelmäßigen Euro!
Bitte betet auch weiterhin für die unsichere Lage der Christen in Orissa!
Seit 2008 werden im Bundesstaat Orissa massiv Christen von radikalen Hindus verfolgt. Hier einige Berichte:
>> Die Geschichte von Pastor Samuel Naik (55) ist grausam. Der Hindu-Mob kam in sein Dorf, und ihre Intention war ihm absolut klar. Als er hörte, dass sie auf dem Weg waren, teilte er seiner Frau mit, dass sie beide an diesem Tag zu Jesus gehen würden. Er lief ins Haus, um neue Kleider anzuziehen, denn schließlich sei heute ein großer Tag - der Tag, an dem sie Jesus treffen würden! Nachdem er sich umgezogen hatte, nahm er seine Frau an eine Hand und seine Bibel in die andere und wartete auf den Mob.
Minuten später standen rund 500 Hindufanatiker vor seinem Haus und beschimpften sie mit wüst. Schließlich drohten sie ihm mit dem Tod, wenn er nicht seiner Bibel lästern und als Zeichen der Absage vor ihrer aller Augen darauf urinieren würde. Samuel Naik hatte nur eine Bitte: „Gebt mir bitte nur fünf Minuten zum Beten, dann könnt ihr mit mir und meiner Frau machen, was ihr wollt.“ Sie knieten beide nieder und beteten und legten ihr Leben zu Jesu Füßen nieder. Dann teilte der Pastor seinen Angreifern mit, sie könnten anfangen. Sofort zog einer der Radikalen sein Schwert und hieb dem Pastor die obere Seite des Schädels ab. Blut spritzte in alle Richtungen, während ein anderer mit einer Axt in seinen Rücken hieb und ein dritter mit einem Speer in seinen Brustkorb stieß. Samuel Naik fiel vornüber und blieb tot in einer riesigen Blutlache liegen. Sofort wandte sich die Aufmerksamkeit des Mobs der Frau zu, die das alles mit eigenen Augen sehen musste. Sie übergossen die Witwe mit Kerosin, um sie anzuzünden. Plötzlich fingen einige Hindu-Frauen aus der Menge an zu rufen: „Stopp! Lasst sie am Leben! Lasst sie viele Jahre ohne Ehemann laben, dann muss sie viel länger leiden! Wenn sie verbrennt, ist ihr Leiden viel zu kurz!“ So wurde die kerosingetränkte Frau einfach stehengelassen.
Außer sich vor Furcht bedeckte sie die Leiche ihres Mannes mit einer Decke und versteckte sich erst einmal im Wald, in der Hoffnung, ihren Mann am nächsten Tag beerdigen zu können. Aber als sie am nächsten Tag wiederkam, war der Leichnam verschwunden und ist auch nie wieder aufgetaucht. Niemand weiß, was mit seinem Körper geschehen ist an diesem 25. August 2008.<<
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>> Sheilabathi Naik ist erst 27 Jahre alt, aber hat zwei Kinder, für die sie als junge Witwe bereits alleine sorgen muss. Rasmitha und Sormista sind ungefähr sieben und drei Jahre alt. Ihr Ehemann war Christ und arbeitete als Tagelöhner. Sein Bruder, Velkeshan Naik (32), war Pastor ihrer Gemeinde. Im August letzten Jahres kam ein gewaltbereiter Hindu-Mob und suchte nach dem Pastor. Jemand informierte ihn noch rechtzeitig, so dass er mit seiner ganzen Familie in die Wälder fliehen und sich verstecken konnte. Nageswar Naik machte sich keine Sorgen, da er kein Pastor war, sondern nur ein normales Gemeindemitglied. Als die radikalen Hindus realisierten,
dass ihnen der Pastor entkommen war, ergriffen sie stattdessen den Bruder und bewarfen ihn mit Felsbrocken. „Mein Mann wurde nach der Steinigung in ein lokales Krankenhaus gebracht, aber er starb nach acht Monaten schrecklicher Schmerzen am 15. April,“ berichtete seine Frau. Sheilabathi Naik und ihre beiden Kinder werden von uns unterstützt und leben jetzt in einem kleinen Dorf namens Reikia, sozial völlig isoliert, aber weit entfernt von dem aggressiven Mob, der ihren Mann getötet hat. <<
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Es gibt Geschichten über Geschichten zu erzählen… wir möchten alles tun, um das Leid dieser Menschen, die hinterblieben sind oder sich immer noch auf der Flucht befinden, soweit es geht zu mildern. Wir brauchen dringend Paten für solche Pastorenfamilien, Witwen und Waisen! In Orissa beginnt die Schule Ende Juni, und wir möchten alle diese Kinder wieder zur Schule schicken, damit sie nicht ein weiteres Schuljahr verlieren.
Witwen gelten in dieser Region (Bergstämme) als Frauen ohne Männer nicht viel, und wenn sie auch noch Christen sind, haben sie noch mehr Probleme und werden meistens auch von ihren Familien verstoßen. Auch die Pastoren sind – persönlich und gemeindlich - in einer sehr schweren Lage. Ihre Häuser sind von Hindus besetzt, ihre Gemeindehäuser zerstört, die Gemeinden sind auseinander gejagt, ihr Besitz enteignet… und der Tod ist immer noch hinter ihnen her.
Wir brauchen monatlich 30 €, um ein Kind zu versorgen, 60 € für eine Witwe und 100 € für eine Pastorenfamilie. Wir wissen, dass so viele von euch bereits soviel in unsere Arbeit in Indien investieren. Vielen Dank! Vielleicht kennt ihr noch andere Christen oder Gemeinden, die mit einsteigen können, um den Christen in dieser Notsituation zu helfen?!
>> SPENDEN sofort hier << | oder über unser Spendenkonto 221 600 BLZ 210 602 37 bei der Ev. Darlehnsgenosseschaft e.G., Kiel



